Wir starten mit bewährten Zeitreihenverfahren, ergänzen sie um regionale Angebots- und Nachfragedaten, und füttern Modelle mit Merkmalen wie Lagerdauer, Preisreduktionen, Besichtigungsfrequenzen und Neubauquote. Dadurch erkennt der Ausblick nicht nur Trend und Saisonalität, sondern auch mikrogeografische Beschleuniger oder Bremsklötze. Dieser hybride Ansatz reduziert das Risiko, kurzfristige Ausschläge zu überschätzen, und bildet gleichzeitig jene leisen Vorboten ab, die große Marktbewegungen häufig schon Wochen vorher ankündigen.
Wohnmärkte ticken im Jahresrhythmus: Frühjahr belebt, Herbst beruhigt, Feiertage verzerren. Wir isolieren diese Muster mit stabilen Filtern und Kalenderregressoren, damit echte Nachfrageimpulse nicht hinter Feiertagseffekten verschwinden. Zusätzlich prüfen wir regionale Ferienkalender, wetterbedingte Bauverzögerungen und semesterbedingte Umzüge. Erst wenn das Rauschen aus dem Signal entfernt ist, lässt sich verlässlich beurteilen, ob eine Preiswende tatsächlich strukturell trägt oder bloß eine kurze, saisonale Laune bleibt.
Bevor ein neuer Lauf veröffentlicht wird, testen wir ihn gegen aus der Historie zurückgehaltene Wochen und Monate, überwachen MAPE, WAPE und die Trefferquote von Richtungswechseln. Werden Fehlermuster sichtbar, justieren wir Feature‑Gewichte, Interaktionsbegrenzungen und Regularisierung. Das wiederholen wir zyklisch, damit das Modell an neue Angebotsquellen, Makroüberraschungen und Verhaltensänderungen der Marktteilnehmer andocken kann. So steigt langfristig die Zuverlässigkeit, nicht nur die kurzfristige Punktgenauigkeit.
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